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Kein Strom, kein Brot, keine Selbstverwaltung

Die verstärkten Angriffe der Türkei auf die zivile Infrastruktur sollen die Bevölkerung zermürben und das Leben in Rojava unmöglich machen

Von Müslüm Örtülü

Ein uniformierter Mann mit Gewehr steht vor einer Mauer, in der einige Teile fehlen. Sie sind durch Straßensperren aus Stein ersetzt. Hinter der Mauerlücke sind kaputte, teilweise verbrannte Gebäudeteile und Sandsäcke zu sehen. An der Meuer weht eine gelbe Fahne.
Soldat der Syrian Democratic Forces vor dem Gefängnis in Hasaka, das der IS im Januar 2022 angriff, um inhaftierte Kämpfer zu befreien. Im Windschatten der türkischen Angriffe wird der IS in Nordsyrien wieder stärker. Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Baderkhan Ahmad

Sorxwîn Rojhilat hat eine beeindruckende Biografie. Geboren 1985, stammt sie aus der Kleinstadt Mako im äußersten Nordwesten der kurdischen Gebiete Irans, unweit der türkischen Grenze. Aufgewachsen in der etwas verschlafenen Stadt hoch in den kurdischen Bergen, führte sie ihr Lebensweg 2014 in einen anderen Teil Kurdistans – nach Rojava in Nordsyrien. Sie kam, um die Revolution zu verteidigen, kämpfte in Kobanê als Kommandantin der Frauenverteidigungseinheiten YPJ gegen den IS. In der BBC-Dokumentation »Inside Kobane: Keeping Islamic State at bay« ist sie zu sehen: In Militäruniform und mit einem Funkgerät in der Hand lächelt sie mitten im Krieg in die Kamera. Zuversichtlich kündigt sie dem Dokumentarfilmer, der ebenfalls aus ihrer Herkunftsregion stammt, an, dass sie sich nach der Befreiung von Kobanê um Rojhilat (Kurdisch: Osten), also jene Gebiete Kurdistans, die im iranischen Staat liegen, kümmern werde.

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