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Der kurze Winter der Inflation

Arme gibt es genug im reichen Deutschland – warum ist es trotzdem so ruhig hier? 

Von Christian Frings

Nachts auf dem Rummel: ein Mann beibachtet mit über dem Kopf zusammengeschlagenen Händen andere Menschen, die in einem Fahrgerät sitzen
Wenn die Preise durchdrehen, hilft die Regierung auch mal mit Geld aus. Aber nicht alle kommen gleichermaßen in den Genuss. Foto: Matthias Berg

Als die Inflationsrate in Deutschland ab März 2022 emporschnellte und für kurze Zeit – von September 2022 bis Februar 2023 – bei nahezu neun Prozent lag, sahen Rechtsextreme neue Möglichkeiten für ihre Umsturzpläne, und selbst die Außenministerin warnte vor »Volksaufständen« im Herbst. Das schreckte auch einige linke Kräfte auf, die auf einmal die »soziale Frage« entdeckten – nicht, weil die während der Corona-Krise untergegangene Debatte um eine »neue Klassenpolitik« Früchte getragen hätte, sondern, um rechten Mobilisierungen zuvorzukommen. So interessant einige dieser Versuche waren (einen Überblick und Kritik bietet der Band »KlassenLos«, ak 698), so schnell verpuffte die Aufmerksamkeit wieder, als die Regierung mit drei sozialpolitischen Entlastungspaketen den Druck aus dem Kessel nahm und die Inflation zudem im Frühjahr 2023 wieder zu fallen begann.

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