Lesen für den Klassenkampf
Alberto Prunetti, Leiter des »Festival di Letteratura Working Class« in der besetzten GKN-Fabrik, über die Notwendigkeit von Arbeiter*innenliteratur und kollektiven Vorstellungswelten
Interview: Florian König
Im Juli 2021 wurde die gesamte Belegschaft des Automobilzulieferers GKN bei Florenz entlassen – und besetzte noch am selben Tag die Fabrik. Seitdem fordern die Arbeiter*innen, dass sie im ehemaligen Zulieferbetrieb als Arbeitergenossenschaft ökologisch sinnvolle Güter wie Lastenräder und Photovoltaikanlagen produzieren – ein Musterbeispiel ökosozialistischer Konversion. (ak 724) Seit 2023 ist die Fabrik zudem Schauplatz des »Festival di Letteratura Working Class«, inzwischen das größte seiner Art in Europa. Der künstlerische Leiter Alberto Prunetti erzählt über dessen Geschichte und die Rolle von Literatur im Klassenkampf.
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