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Lesen für den Klassenkampf

Alberto Prunetti, Leiter des »Festival di Letteratura Working Class« in der besetzten GKN-Fabrik, über die Notwendigkeit von Arbeiter*innenliteratur und kollektiven Vorstellungswelten

Interview: Florian König

Das Bild zeigt eine Veranstaltung auf dem GKN-Fabrikgelände. Viele rote Plastikstühle sind in Richtung einer Bühne ausgerichtet und laden dazu ein, sich hinzusetzen.
Seit der Besetzung der GKN-Fabrik im Jahr 2021 wird auf dem Gelände nicht nur weiterproduziert, sondern auch Theater gespielt und über Literatur diskutiert. Foto: Valentina Ceccatelli/Flickr, CC BY-SA 4.0

Im Juli 2021 wurde die gesamte Belegschaft des Automobilzulieferers GKN bei Florenz entlassen – und besetzte noch am selben Tag die Fabrik. Seitdem fordern die Arbeiter*innen, dass sie im ehemaligen Zulieferbetrieb als Arbeitergenossenschaft ökologisch sinnvolle Güter wie Lastenräder und Photovoltaikanlagen produzieren – ein Musterbeispiel ökosozialistischer Konversion. (ak 724) Seit 2023 ist die Fabrik zudem Schauplatz des »Festival di Letteratura Working Class«, inzwischen das größte seiner Art in Europa. Der künstlerische Leiter Alberto Prunetti erzählt über dessen Geschichte und die Rolle von Literatur im Klassenkampf.

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