Weltmeister in Gleichgültigkeit
Rote Karten, aber keinerlei rote Linien: die Fußball-WM 2026
Von Alina Schwermer
Die Männer-WM 2026 in den USA, Mexiko und Kanada war nicht einmal angepfiffen, da hatte sie schon die ersten Skandale. Eine Demütigung an der US-Grenze reihte sich an die nächste. 15 Offizielle des iranischen Teams: abgewiesen. Der Rest des Teams hat die absurde Auflage, die USA nach jeder Partie am selben Tag zu verlassen. Der somalische WM-Schiedsrichter Omar Artan wurde trotz gültigen Visums und Diplomatenpasses elf Stunden lang befragt, dann in einer Einzelzelle eingesperrt, dann abgewiesen. Der Fotograf des irakischen Teams wurde zehn Stunden lang verhört, ihm wurde ebenfalls die Einreise verwehrt. Iraks Star Ayman Hussein wurde sieben Stunden lang verhört. Die Teams aus Senegal und Usbekistan klagten, sie seien wie Kriminelle behandelt worden. Der Schweizer Star Breel Embolo wurde erst abgewiesen, dann durfte er nachreisen. Und zig Fans und Journalist*innen vor allem vom afrikanischen Kontinent wurden die Visa verweigert.
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