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Weltmeister in Gleichgültigkeit

Rote Karten, aber keinerlei rote Linien: die Fußball-WM 2026

Von Alina Schwermer

Das Bild zeigt einen Fußballer auf einem einfachen Rasenplatz, der auf ein Tor zielt. Er trägt ein gelbes Trikot mit der Aufschrift BV 09 Hamm
Nein, das ist nicht die WM 2026. Aber wer weiß, wie lange es dieses Weltfußball-Turnier überhaupt noch gibt. Foto: Omar Ramadan /pexels

Die Männer-WM 2026 in den USA, Mexiko und Kanada war nicht einmal angepfiffen, da hatte sie schon die ersten Skandale. Eine Demütigung an der US-Grenze reihte sich an die nächste. 15 Offizielle des iranischen Teams: abgewiesen. Der Rest des Teams hat die absurde Auflage, die USA nach jeder Partie am selben Tag zu verlassen. Der somalische WM-Schiedsrichter Omar Artan wurde trotz gültigen Visums und Diplomatenpasses elf Stunden lang befragt, dann in einer Einzelzelle eingesperrt, dann abgewiesen. Der Fotograf des irakischen Teams wurde zehn Stunden lang verhört, ihm wurde ebenfalls die Einreise verwehrt. Iraks Star Ayman Hussein wurde sieben Stunden lang verhört. Die Teams aus Senegal und Usbekistan klagten, sie seien wie Kriminelle behandelt worden. Der Schweizer Star Breel Embolo wurde erst abgewiesen, dann durfte er nachreisen. Und zig Fans und Journalist*innen vor allem vom afrikanischen Kontinent wurden die Visa verweigert.

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