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Erfolgsopfer

So geht es nicht weiter, aber ohne geht es auch nicht. Olympia 2026: ein Tagebuch

Von Nelli Tügel

Man sieht zwei Frauen auf einem Rennschlitten.
Die Rodlerinnen Marta Robezniece und Kitija Bogdanova im Doppelsitzer. Foto: picture alliance / NurPhoto | Foto Olimpik

Die Sache ist die: Ich liebe Olympia. Aber ich schäme mich auch dafür. Weil vor allem linke Menschen Olympia oft ablehnen. Und sie haben gute Gründe. Diese Veranstaltung ist schädlich für Mensch und Natur. Sie führt überall, wo sie stattfindet, zu Verdrängung, steigenden Mieten, Umweltverschmutzung, Verschwendung öffentlicher Mittel. In einem Artikel des linken Sportjournalisten Martin Krauß habe ich dafür kürzlich den Begriff des »Celebration Capitalism« kennengelernt, der mir sehr passend erscheint. Auf der anderen Seite fühle ich mich meiner kleinen (vermutlich eingebildeten) Fangemeinde verpflichtet, bin also gewissermaßen Opfer des eigenen (vermutlich eingebildeten) Erfolgs als Erfinderin des ak-Olympiatagebuchs, das es seit Tokio 2020 gibt. (ak 706, 707, 679 & 673) Wie so manch*e Olympionik*in stehe ich nun unter Druck und muss abliefern. Da hilft nur: eiserne Disziplin und gucken, gucken, gucken; in ungesunder Körperhaltung vor dem Laptop kauern und Wettkämpfe ballern, bis der Orthopäde kommt.

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