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Ein falsches Bild

In Mexiko organisieren sich Teile der Gesellschaft gegen die Gewalt der Kartelle

Von Anne Haas

ein gepanzerter Fahrzeug, rechts davon mehrer Soldaten, die eine Person abführen
Nicht nur der Staat kämpft gegen die Kartelle in Mexiko, sondern auch die Zivilgesellschaft. Festnahme 2007 in Michoacán. Foto: gemeinfrei

Als am 22. Februar mexikanische Streitkräfte den meistgesuchten Kartellchef Mexikos, Nemesio Rubén Oseguera Cervantes, besser bekannt als »El Mencho«, bei einer Militäroperation tödlich verletzten, zeichnete sich auch in Deutschland schnell ein bekanntes Bild ab: »Mexiko im Würgegriff der Kartelle und Gewalt«. Hiesige Medien verbreiteten Bilder von brennenden Bussen, Rauchschwaden über Städten und bewaffneten Männern. Die Tagesschau zeigte Handyvideos verschreckter Tourist*innen und die Bild fragte, ob unsere »elf Jungs« bei der anstehenden Fußballweltmeisterschaft der Männer denn sicher seien. Das Video eines brennenden Flugzeugs entpuppte sich, wie viele andere Aufnahmen, später als Fake oder KI-generiert.

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