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Brüchiger Frieden für Tigray

Das neue Abkommen für Äthiopiens Nordprovinz muss seine Stabilität noch erweisen – eine wesentliche Kriegspartei war nicht eingebunden

Von Jonas Berhe

Demonstration immVordergrund eine Person, die spricht
Protest gegen den Krieg in Tigray. Foto: Brett Sayles / Pexels

Vor laufenden Kameras unterschrieben Redwan Hussein, Vertreter der äthiopischen Regierung, und Getachew Reda als Repräsentant der Tigray People’s Liberation Front (TPLF) Anfang November nach rund zwei Jahren Krieg und zehntägigen Verhandlungen ein Friedensabkommen. Viele politische Beobachter*innen überraschte das. Die unter der Aufsicht der Afrikanischen Union vermittelten Gespräche wurden zwar mit konkreten Verabredungen beendet, allerdings fehlte die dritte große Kriegspartei: die Militärdiktatur des Nachbarn Eritrea. Dabei gibt es über ihre Teilnahme an dem Krieg keinen Zweifel. Diverse internationale Medien berichteten über deren Beteiligung (siehe ak 663 & 666), auch wenn sich Eritrea selbst bisher nicht konkret zu dieser äußert. Der Chefvermittler der Afrikanischen Union und frühere nigerianische Präsident Olusegun Obasanjo sprach bei der Pressekonferenz in Pretoria anlässlich des Friedensabkommens dennoch von einer »Wiederherstellung von Recht und Ordnung«.

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