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Netzwerk der Weltrevolution

Die Schweizer Historikerin Brigitte Studer würdigt das welthistorische Experiment der Kommunistischen Internationale

Von Jens Renner

Gruppenfoto der Kommunistischen Internationale
Delegierte des II. Weltkongresses der Komintern am 19. Juli 1920 Foto: gemeinfrei

Revolution braucht Organisation. Und Weltrevolution? »Kader und ein globales Netzwerk«, schreibt die Schweizer Historikerin Brigitte Studer in ihrem lesenswerten Buch »Reisende der Weltrevolution – Eine Globalgeschichte der Kommunistischen Internationale«. Deren Gründung Anfang März 1919 in Moskau habe »den Nerv der Zeit« getroffen. Der Rote Oktober 1917 galt den Gründer*innen der »Komintern« (oder einfach KI) nur als Prolog weiterer revolutionärer Umwälzungen, nicht zuletzt in Deutschland. Als die Revolution im Westen ausblieb, gerieten zunehmend auch antiimperialistische Bewegungen in Asien und Afrika in den Blick der KI. Internationalismus war keine hohle Phrase: »Über die nationalen und ethnischen Grenzen hinweg bewegte ein Elan der Solidarität die Beteiligten«, schreibt Studer. Im Kontakt mit chinesischen, indischen, afrikanischen und anderen Antikolonialist*innen entstand ein »weit gespanntes Netzwerk gegen Imperialismus, Kolonialismus und Rassismus«.

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