Halb Selbstironie, halb Kampfansage
Die queerfeministische Band Deutsche Laichen feiert ihr zehnjähriges Bestehen mit dem Album »Punk ist scheiße, Punk ist geil«
Von Bilke Schnibbe
Passt wie Arsch auf Eimer: Kurz vor dem feministischen Kampftag veröffentlichte die Punkband Deutsche Laichen am 6. März ihr neues Album »Punk ist scheiße, Punk ist geil«. Der Titel wirkt wie eine Parole, halb Selbstironie, halb Kampfansage – und auch das passt gut zu einer Band, die sich seit inzwischen zehn Jahren, mit Ankern in der radikalen Linken, im deutschsprachigen Punk bewegt. Vor fünf Jahren war mit »Team Scheiße« das erste Album erschienen (ak 663), vorher kannte man Deutsche Laichen unter anderem für Pöbelhits wie »Emanzenlesbenschlampe«. Seitdem hat die Gruppe weiter an ihrer Musik und einer klaren politische Haltung gearbeitet: queerfeministisch, laut und bewusst gegen die üblichen Macho-Reflexe der Szene gerichtet. Denn Deutsche Laichen positionieren sich mit ihren Songs nicht nur gegen patriarchale Strukturen in der Gesellschaft, sondern auch innerhalb der Punk- und linken Szene selbst. »Punk ist scheiße, Punk ist geil« knüpft genau dort an: zwischen Selbstkritik, Szene-Kommentar und der alten Frage, was Punk heute eigentlich noch sein kann.
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