analyse & kritik

Zeitung für linke Debatte & Praxis

Abo| |ak 681 | International

Solidarität in Seenot

Der Prozess gegen das Iuventa-Team, der im Mai beginnen soll, ist nur ein Beispiel für das absurde Ausmaß der Kriminalisierung von Flucht

Von Katharina Schoenes

Bis zu 20 Jahren Haft drohen Mitgliedern der Iuventa-Crew, die 14.000 Menschen vor dem Ertrinken gerettet haben. Geflüchtete, die sich der Logik des Europäischen Grenzregimes widersetzen, müssen mit noch härteren Repressionen rechnen. Foto: Friedhold Ulonska.

Am 21. Mai beginnt im sizilianischen Trapani der Prozess gegen frühere Besatzungsmitglieder des Seenotrettungsschiffs Iuventa. Zwischen Juli 2016 und August 2017 hatten rund 200 Freiwillige mit der Iuventa Such- und Rettungsaktionen auf dem zentralen Mittelmeer durchgeführt und mehr als 14.000 Menschen aus Seenot gerettet. Doch im August 2017 beschlagnahmte die italienische Staatsanwaltschaft das Schiff und leitete Ermittlungsverfahren gegen mehrere Crew-Mitglieder ein. Im März 2021 erhob sie Anklage gegen 22 Personen wegen »Beihilfe zur illegalen Einreise«. Im Fall einer Verurteilung drohen den Seenotretter*innen bis zu 20 Jahre Haft sowie Strafforderungen in Millionenhöhe. Im Mai entscheidet nun ein Gericht, ob es die Vorwürfe fallen lässt oder einen großangelegten Prozess eröffnet.

Noch kein Abo?

Ein ak-Abo versorgt dich mit fundierten Analysen, jeder Menge Kritik und dem Wichtigsten aus linker Debatte und Praxis weltweit!

  • Jahres-Abo

    • monatlich auf 36 Seiten + Sonderhefte

    • Online-Zugang zu allen Artikeln

    • mit Abo-Prämie!

  • Probe-Abo

    • monatlich auf 36 Seiten

    • Online-Zugang zu allen Artikeln

    • 10 Euro (für 3 Monate, danach 58 Euro/Jahr)

  • Sozial-Abo

    • monatlich auf 36 Seiten + Sonderhefte

    • Online-Zugang zu allen Artikeln

Du hast bereits ein Abo und willst dich einloggen?

Zum Login