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Orientierungshilfe für die Verwirrten

Die Jerusalemer Erklärung zu Antisemitismus ist auch ein Angebot an die Linke in Deutschland

Von Jens Renner

Anfang Februar hat der Deutsche Fußballbund (DFB), laut Wikipedia der mit mehr als sieben Millionen Mitgliedern »größte nationale Sport-Fachverband der Welt«, den Kampf gegen den Antisemitismus für sich entdeckt. Im Beisein des DFB-Vizepräsidenten Günter Distelrath übernahm die DFB-Kommission für Gesellschaftliche Verantwortung die 2016 formulierte Arbeitsdefinition der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA): »Antisemitismus ist eine bestimmte Wahrnehmung von Juden, die sich als Hass gegenüber Juden ausdrücken kann. Der Antisemitismus richtet sich in Wort und Tat gegen jüdische oder nichtjüdische Einzelpersonen und/oder deren Eigentum, sowie gegen jüdische Gemeindeinstitutionen und religiöse Einrichtungen.« 2017 wurde sie von der Bundesregierung übernommen und um einen Satz erweitert: »Darüber hinaus kann auch der Staat Israel, der dabei als jüdisches Kollektiv verstanden wird, Ziel solcher Angriffe sein.« Nun also folgten die deutschen Fußballfunktionäre. Im Anschluss an ihren Beschluss bezeichnete Distelrath es als »Selbstverständlichkeit, dass wir als DFB die Antisemitismus-Definition der IHRA übernehmen. Dadurch schaffen wir auch mehr Sicherheit beim Erkennen antisemitischen Verhaltens.«

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