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Gegen die Logik der Guillotine

Warum die Pariser Kommune das Mordinstrument verbrannte und wir es auch tun sollten

Von CrimethInc.

Zeichnung: drei lachende Gesichter spiegeln sich in der Klinge einer Guillotine, die in Flammen steht
Im April 1871 verbrannten die Kommunard*innen die Guillotine unter dem Jubel einer riesigen Menschenmenge. Illustration: Maik Banks, Instagram: @maikbanks

Am 6. April 1871 beschlagnahmten bewaffnete Teilnehmer*innen der revolutionären Pariser Kommune die in der Nähe des Gefängnisses von Paris gelagerte Guillotine. Sie brachten sie an den Fuß der Statue Voltaires, wo sie sie zunächst in Einzelteile zerbrachen und anschließend unter dem Applaus einer riesigen Menschenmenge verbrannten. Zu jener Zeit kontrollierte die Kommune Paris, die französische und die preußische Armee hatten die Stadt umstellt und bereiteten einen Einmarsch vor, um die konservative republikanische Regierung Adolphe Thiers einzusetzen. Unter diesen Umständen war das Verbrennen der Guillotine eine Geste, die die Herrschaft von Terror ebenso zurückwies wie die Idee, positiver sozialer Wandel könne durch das Abschlachten von Menschen erreicht werden.

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