Eine Politik des Todes
Wie Neoliberalismus und Austeritätspolitik die Drogenkartelle in Mexiko zu unverzichtbaren Akteuren im Staat machten
Von Anne Haas
Hola Mamita, was für schöne Augen.« Ein uniformierter Mann mit einer AK-47 über der Schulter und verspiegelter Sonnenbrille lehnt sich zum Fenster der Fahrerin ins Auto. Er fragt, wohin die Reise geht. Es sieht aus wie eine der üblichen Militärkontrollen an der Pazifikautobahn von Chiapas, der wichtigsten Migrationsroute im Süden Mexikos. Es werden Fotos von unseren Ausweispapieren gemacht. Komisch, dass der Soldat Turnschuhe trägt und sein Kollege eine Jeanshose. Auffällig auch, dass die am Straßenrand geparkten Pick-Ups mit fest installierter Schießvorrichtung für Maschinengewehre keine Aufschrift von Nationalgarde oder Militär tragen. Klare Indizien: Hier bewacht die organisierte Kriminalität, wer das von ihnen kontrollierte Territorium durchkreuzt. Unser Auto wird durchgewunken.
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