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Zehn Jahre nach dem Genozid in Shingal

Der Völkermord an den Êzîd*innen durch den Islamischen Staat ist heute anerkannt – Sicherheit gibt es für sie noch immer nicht

Von Mako Qoçgirî

Foto der zerstörten Stadt Shingal
Die 2014 vom IS belagerte Stadt Shingal ist heute Ziel türkischer Angriffe. Foto: Levi Clancy / Wikimedia Commons, CC0 1.0 Universal

Am 3. August 2014 belagerte der Islamische Staat (IS) das von Êzîd*innen bewohnte Shingal im Nordirak. Die mit der Demokratischen Partei Kurdistans (PDK) verbundenen Peschmerga-Einheiten hatten die Stadt in der Nacht zuvor verlassen, ohne die Bevölkerung zu warnen. Schutzlos waren die Bewohner*innen, die einer der ältesten Religionsgemeinschaften der Region angehören, dem Terror der Islamisten ausgeliefert. Bis zu 400.000 Êzîd*innen wurden aus ihrer Heimat vertrieben. Während junge und ältere Männer hingerichtet wurden, verschleppte der IS tausende Frauen und Mädchen, um sie als »Sexsklavinnen« zu verkaufen. Das Schicksal von bis zu 2.000 êzîdischen Frauen ist bis heute ungeklärt. Unzählige Kinder wurden zwangsislamisiert. Die êzîdische Gemeinschaft erlebte einen weiteren von zahlreichen Genoziden in ihrer Geschichte.

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