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Druck durch Hunger

Nicht erst im Zuge des russischen Überfalls auf die Ukraine zeigt sich, dass Lebensmittellieferungen ein bewährtes Machtmittel sind

Von Eva Gelinsky

Ob die nächsten Ernten eingefahren werden können, ist unklar: Russische Soldaten bewachen ein ukrainisches Weizenfeld in der Nähe von Saporischschja. Foto: manhhai/Flickr, CC BY 2.0

Die Ukraine, so konnte man zuletzt immer wieder lesen, produziere genug Getreide, um Hunderte von Millionen Menschen zu ernähren. Doch die vor allem Russland angelastete Blockade der Schwarzmeerhäfen machte es wochenlang unmöglich, das in der Ukraine lagernde Getreide zu exportieren. Diese Störung des Weltagrarmarktes rief die Apologet*innen des Freihandels auf den Plan: US-Außenminister Antony Blinken behauptete, Russland trage die Hauptverantwortung für die derzeitige Lebensmittelpreiskrise. Es gebe keinen anderen Grund für die steigenden Lebensmittelpreise weltweit als Russlands Blockade der ukrainischen Schwarzmeerhäfen sowie Beschränkungen eigener Ausfuhren. Die steigenden Preise für Weizen und andere Agrargüter sollen also vor allem das Resultat eines vorsätzlich behinderten Handels sein. Im Umkehrschluss heißt dies: Funktioniert dieser reibungslos, dann erreichen die dringend benötigten Güter auch die bedürftigen Menschen. 

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