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»Konnte ich nicht zahlen, drohte er mir«

Aufgrund von Stigma sind Sexarbeitende besonders von Wohnungsunsicherheit betroffen – und der Willkür von Vermieter*innen ausgeliefert

Von Frederik Müller

Illustration von Maik Banks. Eine Person mit blauer Jacke, Ohrringen und rot lackierten Fingernägeln hält einen roten Regenschirm und blickt auf den Umriss einer leeren Wohnung.
Wohnungsnot ist ein großes Problem für Sexarbeiter*innen, besonders wenn Mehrfachdiskriminierungen im Spiel sind. Illustration: Maik Banks

Maria (Name geändert) wollte eigentlich zehn Tage lang in Berlin bleiben. Die Sexarbeiterin erhoffte sich in der Weihnachtszeit ein gutes Geschäft auf dem Straßenstrich. Nach zwei Nächten auf der Kurfürstenstraße gibt sie auf – es läuft schlecht, außerdem vermisst sie ihren zweijährigen Sohn, der in einem kleinen Dorf in Ungarn auf sie wartet. Wir sprechen per Videocall, kurz bevor sie in den Bus nach Hause steigt. Sie sitzt rauchend in der WG-Küche von Caspar Tate, einem Sexarbeiter und Aktivisten der Gruppe trans*sexworks Berlin, mit dem sie gut befreundet ist. »Früher war die Sexarbeit gut, es hat Spaß gemacht«, erzählt sie. »In den letzten Jahren wurde es aber immer schlechter. Wenig Geld, wenige Kunden.«

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