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Abo| |ak 698 | Wirtschaft & Soziales |Reihe: FAQ. Noch Fragen?

Stirbt die deutsche Industrie?

Robert Habeck, Schutzpatron der deutschen Chemiebranche. Foto: Heinrich-Böll-Stiftung/Flickr, CC BY-SA 2.0 Deed

Robert Habeck, seines Zeichens Wirtschafts- und Klimaschutzminister, hat sich etwas vorgenommen: Er will den Standort Deutschland vor der »Deindustrialisierung« bewahren. Denn die Industrie, so formuliert Habeck in einem Ende Oktober vorgestellten Positionspapier, ist »unsere größte Stärke«. Sie trage »entscheidend zum sozialen Zusammenhalt unserer Gesellschaft bei und auch zu ihrer demokratischen Stabilität«. Und sie leide: unter den geopolitischen Verwerfungen, der globalen Konjunkturflaute, der schwachen chinesischen Nachfrage, unter der Inflation, den hohen Energiekosten und der Export-Konkurrenz, unter Überregulierung, Bürokratie und Fachkräftemangel.

Und tatsächlich scheint ein Blick in die Presse Habecks Sorgen vor einem industriellen Meltdown am Standort Deutschland zu bestätigen: BASF etwa will mehrere Produktionsanlagen in Ludwigshafen stilllegen und dort perspektivisch 4.200 Jobs streichen, beim Spezialchemiekonzern Lanxess sollen es 460 sein. Auch Autobauer Ford will 2.300 Jobs an den Standorten Köln und Aachen abbauen, VW in Wolfsburg etwa 4.000. Laut Handelsblatt bereiten auch viele Autozulieferer Sparpläne vor. Im Maschinenbau klagt nahezu die gesamte Branche seit Monaten laut über Auftragseinbrüche. KraussMaffei kündigte im Februar an, 4.700 Arbeitsplätze einsparen zu wollen, der Branchen-Verband gibt sich aber auch mit Blick auf die vielen Mittelständler alarmiert. Und Gesamtmetall-Chef Stefan Wolf stößt in das gleiche Horn, spricht von Auftragseinbrüchen, Abwanderung, Stellenabbau und fordert die Politik zum Handeln auf. »Die Deindustrialisierung in Deutschland hat begonnen«, kommentierte Lanxess-Chef Matthias Zachert diese Entwicklungen. Verliert die deutsche Wirtschaft also »die Maschine, die den Karren zieht« (BDI)? Es lohnt sich, die Sachlage etwas genauer anzusehen.

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