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»Aktivist*innen haben sich eine Sprechposition zum Thema Polizeigewalt erkämpft«

Die Kulturwissenschaftlerin Julika Mücke über die Rolle von Diskursen in gesellschaftlichen Aushandlungsprozessen über Polizeigewalt und Rassismus

Interview: Lene Kempe

Polizist auf dem G20 Gipfel in Hamburg 2017
Freund und Helfer oder Beamter mit rassistischen Vorurteilen? Dass diese Frage überhaupt gestellt wird, ist auch ein Erfolg der Kämpfe polizeikritischer Aktivist*innen. Foto: Konrad Lembcke / Flickr,CC BY-ND 2.0

Polizeigewalt hat es immer gegeben. Besonders betroffen sind auch hierzulande Menschen mit sichtbarer Migrationsgeschichte, aber auch Bewohner*innen bestimmter Stadtteile oder linke Aktivist*innen machen mehr oder weniger regelmäßig Erfahrungen mit unterschiedlichen Formen polizeilicher Willkür und Repression. Geschichtlich betrachtet gab es dabei immer wieder Ereignisse, die das Thema in Deutschland zum Gegenstand breiterer öffentlicher Debatten gemacht haben: Der brutale Polizeieinsatz bei der Demonstration gegen den Staatsbesuch von Schah Mohammad Reza Pahlavi 1967 in Berlin, 1986 der »Hamburger Kessel« oder der Tod von Oury Jalloh in einer Gewahrsamszelle in Dessau im Januar 2005 – die Liste ist lang. Selten allerdings schien die Polizei so unter Legitimationsdruck zu stehen wie derzeit. Seit dem rassistischen Mord an dem Schwarzen US-Amerikaner George Floyd im Mai 2020 durch einen Polizisten in Minneapolis/USA, hat das Thema ungeahnte Sprengkraft entwickelt. Das zeigt sich auch an den diskursiven Geschützen, die aufgefahren werden.

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