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Tragische Ignoranz

Die vier Morde im Potsdamer Oberlinhaus sind kein Einzelfall, sondern Alltag in einer behindertenfeindlichen Gesellschaft

Von Frédéric Valin

Das Potsdamer Oberlinhaus im Juni 2013. Foto: Foto: Kwikk / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Pflege und Betreuung sind immer auch Zwang und Gewalt. Öffentlich thematisiert wird das aber erst dann, wenn sich eine »Tragödie« ereignet. So wie jetzt: Vier Bewohner*innen wurden im Potsdamer Oberlinhaus von einer langjährigen Mitarbeiterin ermordet. Die Namen der getöteten Opfer sind: Martina W., Christian S., Lucille H. und Andreas K. Eine weitere Person überlebte schwer verletzt. Am Tag vor der Tat stellte die zuständige Behörde bei einer Kontrolle keine Mängel fest. Das heißt wohl, man muss damit rechnen, ermordet zu werden, wenn man in einer betreuten Wohneinrichtung lebt.

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