analyse & kritik

Zeitung für linke Debatte & Praxis

Abo| |ak 675 | International

Australiens Stich in Frankreichs Rücken

Paris sieht sich durch den Aukus-Pakt im eigenen Machtstreben ausgebremst

Von Jörg Kronauer

Pier mit einem Kriegsschiff und einem Uboot, im Hintergrund die Skyline von Sydney
Uran statt Diesel: Der Kauf von Atom-U-Booten durch Australien stellt einen gefährlichen Präzedenzfall dar. Foto: brett Vachon / Flickr , CC BY 2.0

Er kam für alle wie aus heiterem Himmel: der Aukus-Pakt, den US-Präsident Joe Biden, der britische Premierminister Boris Johnson und sein australischer Amtskollege Scott Morrison am 15. September per Onlineschaltung bekanntgaben. Ihre drei Staaten – auf englisch: Australia, United Kingdom, United States, daher das Akronym – haben sich zu einem neuen Bündnis zusammengeschlossen, das vor allem rüstungs- und militärpolitische Ziele verfolgt. Der Pakt sieht eine enge Zusammenarbeit auf einigen High-Tech-Feldern vor, die große Bedeutung für moderne Streitkräfte haben: Cyberfähigkeiten, Künstliche Intelligenz, Quantencomputing. Darüber hinaus geht Aukus mit einer verstärkten militärpolitischen Zusammenarbeit einher. Die heftigsten Wellen geschlagen hat allerdings, dass der Pakt den Verkauf nuklear angetriebener U-Boote an Australien vorsieht und dass Canberra dafür ein 56 Milliarden Euro schweres U-Boot-Geschäft mit Frankreich einseitig storniert.

Noch kein Abo?

Ein ak-Abo versorgt dich mit fundierten Analysen, jeder Menge Kritik und dem Wichtigsten aus linker Debatte und Praxis weltweit!

  • Jahres-Abo

    • monatlich auf 36 Seiten + Sonderhefte

    • Online-Zugang zu allen Artikeln

    • mit Abo-Prämie!

  • Probe-Abo

    • monatlich auf 36 Seiten

    • Online-Zugang zu allen Artikeln

    • 10 Euro (für 3 Monate, danach 55 Euro/Jahr)

  • Sozial-Abo

    • monatlich auf 36 Seiten + Sonderhefte

    • Online-Zugang zu allen Artikeln

Du hast bereits ein Abo und willst dich einloggen?

Zum Login