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Vergessenes Rotes Kurdistan

Die Vorgeschichte des ersten autonomen kurdischen Gebietes begann vor 100 Jahren mit der Sowjetisierung von Transkaukasien

Von Ewgeniy Kasakow

Auch er spielte eine Rolle bei der Entstehung des Roten Kurdistan: Mustafa Kemal, der Begründer der Republik Türkei (hier bei einer Rede in der türkischen Stadt Bursa 1924). Foto: Wikipedia, Gemeinfrei

Es ist ein vergessenes Kapitel linker und kurdischer Geschichte: Das »Rote Kurdistan«, eine autonome Provinz in der ehemaligen Sowjetunion, bestand nur sechs Jahre, von 1923 bis 1929, der Grundstein dafür wurde schon früher gelegt. Am 28. April 1920 überquerten die Panzerzüge der XI. Roten Armee die Grenze der Aserbaidschanischen Demokratischen Republik – die sich innerhalb von zwei Tagen fast widerstandslos zu einer Sowjetrepublik transformierte. Damit begann die Sowjetisierung von Transkaukasien, einer Region, die sich seit 1917 größtenteils außerhalb des bolschewistischen Machtbereiches befand. Lenins Anhänger*innen waren in der Region nur mit schwachen Parteistrukturen vertreten, so dass die Sowjetmacht vor allem in Form von militärischer Hilfe der russischen Genoss*innen zu den zuvor gegründeten örtlichen »Revolutionskomitees« gelangte.

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