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Schneekugeln in der Wüste

Im Anthropozän sind Abziehbilder der Natur bei gleichzeitiger Zerstörung des Originals ein Geschäftsmodell

Von Ido Nahari und Caterina Selva

Ausschnitt aus tropical Island. Im Hintergrund umkreist eine metallische Wand die Halle, unterbrochen vor einem Fenster. Vor dem Fenster steht eine Wand mit Zeichnungen von Wolten. Es gibt einen Sandstrand und im Wasser plantschen Kinder. AStrand liegem Menschen auf Liegestühlen
Ob draußen Schnee fällt, es regnet oder die Sonne scheint – im hermetischen Tropical-Island-Hangar bleibt es tropisch. Foto: Thomas Kohler / Flickr , CC BY 2.0

Vergnügen ist gemeinhin nichts, das man intuitiv mit dem Klimawandel in Verbindung bringen würde, ganz im Gegenteil. Regelmäßig wird der fortschreitende ökologische Zusammenbruch in den Medien und im politischen Diskurs als hoffnungsloser Fall dargestellt, begleitet von einer schaurigen Faszination für die katastrophalen Bilder, die er hervorbringt. Während Kummer und Verzweiflung für die vielen Menschen in den Teilen der Welt, die durch den Klimawandel bereits dramatisch verwüstet sind, die einzig vorgesehenen Gefühlsregungen zu sein scheinen, bleiben auch den Privilegierten angesichts der globalen Erwärmung Solastalgie (1) und Angst nicht erspart.

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