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»Der gemeinsame Kampf ist sehr individuell geworden«

Eine Zeit lang gab es eine internationale Organisation von Indigenen. Bedarf es dieser nicht mehr, oder erfüllen Festivals wie das Riddu Riddu in Norwegen dieselbe Funktion?

Von Gabriel Kuhn

Szene vom Auftritt der norwegisch-samischen Band ISÁK auf dem Riddu Riddu-Festival. Foto: Riddu Riddu/Ørjan Marakatt Bertelsen

In Port Alberni, Kanada, wurde 1974 der World Council of Indigenous Peoples (WCIP) gegründet, ein Ausläufer der Bürgerrechtsbewegungen der 1960er Jahre. Initiator war George Manuel, Angehöriger der Secwepemc Nation und Vorsitzender der National Indian Brotherhood in Kanada, die heute Assembly of First Nations heißt. Bei der Gründungskonferenz waren Vertreter*innen indigener Gesellschaften aus 19 Ländern anwesend. Die vom WCIP verwendete Definition indigener Gesellschaften lautete wie folgt: »Der Begriff ›indigene Gesellschaft‹ bezieht sich auf Gesellschaften, die in Ländern mit einer vielfältigen Bevölkerung leben, die Nachkommen der frühesten Gesellschaften dieser Länder sind und die keine Regierungsmacht haben.« Erster Generalsekretär des WCIP war der Sioux Sam Deloria, Bruder des prominenten Autors Vine Deloria Jr., dessen Hauptwerk »Gott ist rot« 1984 auf Deutsch im Trikont-Verlag erschienen ist.

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