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Revolution statt Sozialarbeit

Im armen Bezirk Kayole der Hauptstadt Kenias kämpfen Aktivist*innen des Community Justice Center gegen Polizeigewalt – und für Selbstermächtigung

Von Tim Krüger

Man sieht eine Person, die von Polizisten verhaftet wird, in der Hand hält die Person ein Schild, auf dem steht: colonialism never ended.
Ein Protest gegen die steigenden Lebenshaltungskosten im August 2023 in Nairobi. Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com / John Ochieng

Felix Omondi verließ an einem Juniabend im Jahr 2019 nach dem Abendessen das Haus seines Onkels, um sich auf den Weg zum elterlichen Kiosk zu machen. Der 15-jährige Teenager bereitete dort allabendlich Mandazi, eine lokale Mehlspeise, zum Verkauf vor. Wenige Augenblicke, nachdem Felix das Haus des Onkels im Bezirk Kayole in Nairobi verlassen hatte, stieß er auf eine Streife der örtlichen Polizei. Kurz darauf war Felix Omondi tot. Als sein Onkel am nächsten Morgen im Kiosk stand und sich schon sorgte, wo sein Neffe abgeblieben war, besuchten Polizisten den kleinen Laden, um ihm mitzuteilen, die Familie könne Felix’ leblosen Körper in der örtlichen Leichenhalle abholen.

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