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Abo| |Thema in ak 675: Ist die Zeit der Utopien vorbei?

Die Linke und der Untergang

Ganz neu ist die progressive Endzeitstimmung nicht

Von Johannes Tesfai

Linke Politik war historisch immer wieder von apokalyptischen Vorstellungen getrieben. Der reformistische Zweckoptimismus der alten Sozialdemokratien bildet nur einen kleinen Ausschnitt linker Theorie und Praxis. So ging ein Großteil der Arbeiter*innenbewegung nach dem Ersten Weltkrieg von einer Todeskrise des Kapitalismus aus. Die Strukturen der Gesellschaft galten als nicht reformierbar, die kapitalistische Krise würde alles mit sich in den Abgrund reißen. Dazu kam die Erfahrung des Ersten Weltkriegs als erstem vollindustrialisiertem Krieg. War das Versprechen des alten Marxismus noch, die Produktivkräfte im Sinne der Arbeiter*innen anderen Zwecken zuzuführen, zeigte der Weltkrieg erstmals, dass große Industrie als reine Zerstörung funktionieren konnte.

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