analyse & kritik

Zeitung für linke Debatte & Praxis

0

Abo| |ak 724 | Kultur

Halb Selbstironie, halb Kampfansage

Die queerfeministische Band Deutsche Laichen feiert ihr zehnjähriges Bestehen mit dem Album »Punk ist scheiße, Punk ist geil«

Von Bilke Schnibbe

Man sieht vier Personen auf einer Wiese.
Deutsche Laichen vor deutscher Landschaft. Foto: Lior Neumeister

Passt wie Arsch auf Eimer: Kurz vor dem feministischen Kampftag veröffentlichte die Punkband Deutsche Laichen am 6. März ihr neues Album »Punk ist scheiße, Punk ist geil«. Der Titel wirkt wie eine Parole, halb Selbstironie, halb Kampfansage – und auch das passt gut zu einer Band, die sich seit inzwischen zehn Jahren, mit Ankern in der radikalen Linken, im deutschsprachigen Punk bewegt. Vor fünf Jahren war mit »Team Scheiße« das erste Album erschienen (ak 663), vorher kannte man Deutsche Laichen unter anderem für Pöbelhits wie »Emanzenlesbenschlampe«. Seitdem hat die Gruppe weiter an ihrer Musik und einer klaren politische Haltung gearbeitet: queerfeministisch, laut und bewusst gegen die üblichen Macho-Reflexe der Szene gerichtet. Denn Deutsche Laichen positionieren sich mit ihren Songs nicht nur gegen patriarchale Strukturen in der Gesellschaft, sondern auch innerhalb der Punk- und linken Szene selbst. »Punk ist scheiße, Punk ist geil« knüpft genau dort an: zwischen Selbstkritik, Szene-Kommentar und der alten Frage, was Punk heute eigentlich noch sein kann. 

Noch kein Abo?

Ein ak-Abo versorgt dich mit fundierten Analysen, jeder Menge Kritik und dem Wichtigsten aus linker Debatte und Praxis weltweit!

  • Jahres-Abo

    • monatlich auf 32 Seiten + Onlinezugang

    • als Print oder Digital-Abo erhältlich

  • Förder-Abo

    • monatlich auf 32 Seiten + Onlinezugang

    • als Print oder Digital-Abo erhältlich

  • Sozial-Abo

    • monatlich auf 32 Seiten + Onlinezugang

    • als Print oder Digital-Abo erhältlich

Du hast bereits ein Abo und willst dich einloggen?

Zum Login

Keine Abos, keine ak

Schön, dass du da bist! Viele unserer Artikel kannst du auch ohne Abo lesen. Das ist Absicht. Aber: Wir können nicht ohne Abos überleben.

Linke Medien zu machen, kostet Geld. Wir haben keine reichen Financiers und keine großen Anzeigenkund*innen. ak arbeitet komplett unabhängig, und das soll auch so bleiben. Deshalb brauchen wir dich.

Was kannst du tun?

Linke Medien sind unverzichtbar. Dein Abo macht ak möglich.

Alles klar, ich bin dabei!