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Abo| |ak 660 | Wirtschaft & Soziales |Reihe: FAQ. Noch Fragen?

Wie kommt es zu negativen Ölpreisen?

Von Guido Speckmann

In der Nacht vom 20. auf den 21. April passierte Ungewöhnliches: Erstmals in der Geschichte des Kapitalismus wurde eine der wichtigen Rohölsorten, das US-Öl WTI (West Texas Intermediate), zu Minuspreisen gehandelt. Das heißt, Käufer wurden für den Erwerb mit phasenweise bis zu 40 US-Dollar pro Fass belohnt! Nach negativen Zinsen, Anleihen und Strompreisen an der Börse gibt es nun auch noch das: negative Ölpreise.

Wie konnte es dazu kommen? Fest steht, ohne den Shutdown infolge der Corona-Krise wären negative Preise undenkbar gewesen. Dieser sorgt laut Internationaler Energieagentur für einen historischen Einbruch bei der Nachfrage nach Erdöl – er ist noch rasanter und tiefer als beim Finanzcrash von 2008 oder der Großen Depression von 1929. Denn wenn die Fabriken still stehen und weniger Waren verschifft werden, wird weniger vom Schmierstoff des fossilen Kapitalismus gebraucht. Folge: Die Preise stürzen ab. Doch der Sinkflug begann schon vor der Corona-Krise, als sich ein deutlich langsameres Wirtschaftswachstum abzuzeichnen begann.

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