analyse & kritik

Zeitung für linke Debatte & Praxis

Abo| |ak 671 | Deutschland

Wählerische Nächstenliebe

Homophober Pastor nimmt Tätigkeit wieder auf – unter Polizeischutz

Von Enno Hinz

Parole "Fight Homophobia" auf einer Backsteinmauer
Wurde bereits von Aktivist*innen verschönert: die St-Martini-Gemeinde in Bremen Mitte, in der der homo- und transphobe Olaf Latzel arbeitet. Die evangelikale Gemeinde stellt sich hinter ihren Pastor. Foto: Enno Hinz

Im November hatte das Amtsgericht Bremen den evangelikalen Pastor der Bremer St. Martini-Gemeinde, Olaf Latzel, zu einer Geldstrafe wegen Volksverhetzung verurteilt. Die Richterin sah es als erwiesen an, dass er im Rahmen einer auf Youtube veröffentlichten »Biblischen Fahrschule zur Ehe« zu Hass gegen Homosexuelle aufgestachelt hatte. Das Urteil ist bislang nicht rechtskräftig, da Latzel in Berufung ging. In Reaktion auf das Urteil enthob der Kirchenausschuss der Bremischen Evangelischen Kirche (BEK) Latzel am 10. Dezember vorläufig des Dienstes. BEK-Schriftführer, Pastor Dr. Bernd Kuschnerus, erklärte damals, es sei nach Überzeugung der Kirchenleitung nicht möglich, dass ein Pastor, der von einem deutschen Gericht wegen Volksverhetzung verurteilt worden ist, weiter seinen Dienst tut. Und weiter: »Gerade auch, wenn und solange eine solche Verurteilung nicht rechtskräftig ist, muss dies gelten.«

Noch kein Abo?

Ein ak-Abo versorgt dich mit fundierten Analysen, jeder Menge Kritik und dem Wichtigsten aus linker Debatte und Praxis weltweit!

  • Jahres-Abo

    • monatlich auf 36 Seiten + Sonderhefte

    • Online-Zugang zu allen Artikeln

    • mit Abo-Prämie!

  • Probe-Abo

    • monatlich auf 36 Seiten

    • Online-Zugang zu allen Artikeln

    • 10 Euro (für 4 Monate, danach 55 Euro/Jahr)

  • Sozial-Abo

    • monatlich auf 36 Seiten + Sonderhefte

    • Online-Zugang zu allen Artikeln

Du hast bereits ein Abo und willst dich einloggen?

Zum Login