analyse & kritik

Zeitung für linke Debatte & Praxis

Abo| |ak 666 | International

Kriegerische Zweckgemeinschaft

Beim Kampf gegen die Region Tigray wird Äthiopiens Regierung vom alten Gegner Eritrea unterstützt

Von Akhnaten Nketia und Jonas Berhe

alter rostender Panzer am wegesrand, teilweise von Büschen zugewachsen
Ein alter äthiopischer Panzer in Eritrea erinnert an den Befreiungskrieg 1991. Foto: David Stanley / Flickr, CC BY 2.0

Als der äthiopische Ministerpräsident Abiy Ahmed 2018 den Krieg mit dem Nachbarn Eritrea für beendet erklärte, verbesserte sich deren politische Beziehung fast schlagartig. Gleichzeitig zeichnete sich ab, dass die Politik Abiys, mehr Freiheiten auch im Inland zu gewähren, zwar international zu viel Anerkennung führte, jedoch alte und neue regionale Konflikte befeuerte. Vor allem die 2019 erfolgte Auflösung des bis dahin geltenden Regierungsbündnisses und die damit faktisch verbundene Entmachtung der Partei TPLF (Tigray Peoples Liberation Front) führte in der Region Tigray zu massiven Konflikten. Zusätzlich befeuert wurden diese durch die Entscheidung der Zentralregion, die für August geplanten Wahlen auf unbestimmte Zeit, vornehmlich mit Verweis auf die Corona-Pandemie, zu verschieben. Als die TPLF am 09. September trotz des Verbots seitens der Zentralregierung Wahlen durchführen ließ, spitzte sich der politische Konflikt zu und wurde schnell zu einem militärischen Konflikt.

Noch kein Abo?

Ein ak-Abo versorgt dich mit fundierten Analysen, jeder Menge Kritik und dem Wichtigsten aus linker Debatte und Praxis weltweit!

  • Jahres-Abo

    • monatlich auf 36 Seiten + Sonderhefte

    • Online-Zugang zu allen Artikeln

    • mit Abo-Prämie!

  • Probe-Abo

    • monatlich auf 36 Seiten

    • Online-Zugang zu allen Artikeln

    • 10 Euro (für 4 Monate, danach 55 Euro/Jahr)

  • Sozial-Abo

    • monatlich auf 36 Seiten + Sonderhefte

    • Online-Zugang zu allen Artikeln

Du hast bereits ein Abo und willst dich einloggen?

Zum Login