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Schützenverein statt Untergrund

Wäre der NSU-Komplex wirklich aufgeklärt worden, könnte Walter Lübcke noch leben

Von Caro Keller

Spätestens ab 2013 ersetzten der Pausenraum seiner Firma und der Schützenverein die Kameradschaftsabende in Stephan Ernsts Leben. Foto: Fuzzy Gerdes/Flickr, CC BY 2.0

Seit dem 16. Juni läuft vor dem Oberlandesgericht Frankfurt (Main) der Prozess gegen Stephan Ernst und Markus Hartmann. Ernst ist der Hauptangeklagte im Mordfall Walter Lübcke, Hartmann ist momentan wegen »psychischer Beihilfe« angeklagt. Ernst sitzt außerdem wegen eines mutmaßlich rassistischen Mordanschlags auf einen Geflüchteten, Ahmed I., auf der Anklagebank. Die ersten Wochen vergingen mit unterschiedlichen Geständnissen des Hauptangeklagten, die als Video gezeigt sowie im Gericht abgelegt wurden, sowie ersten Vernehmungen von Zeug*innen. Wenig Aufmerksamkeit liegt bislang auf den Betroffenen, der Kontinuität rechter Gewalt in Hessen und auf dem Netzwerk, das letztlich den Mord an Walter Lübcke erst ermöglichte. Gleichzeitig verschaffen sich die Nebenklagen der Familie Lübcke und von Ahmed I. Gehör und zeigen sich überzeugt von der Schuld der Angeklagten

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