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Oury Jalloh wurde angezündet

Die Rekonstruktion des Falles durch einen britischen Sachverständigen zeigt, dass Brandbeschleuniger eingesetzt worden sein mussten

Von Christian Jakob

Foto eines Schwarzen Redners und eines weiteren Mannes, vermutlich bei einer Demonstration
Saliou Diallo, Oury Jallohs Bruder, 2020 beim Gedenken in Dessau: »Ihr habt nach Beweisen gefragt, und wir haben alle Beweise geliefert. Wir kommen seit 2005 jedes Jahr hierher. Wie viele Jahre sollen wir noch warten, bis Gerechtigkeit da ist?« Foto: Umbruch Bildarchiv

Dass der Sierra Leoner Oury Jalloh in einer Dessauer Polizeizelle verbrannte, ist im kommenden Januar 17 Jahre her. Der Name ist heute in der Öffentlichkeit untrennbar mit einem der größten Polizei- und Justizskandale der Nachkriegsgeschichte verbunden. Ohne die »Initiative in Gedenken Oury Jalloh« (IGOJ), eine kleine Gruppe antirassistischer Aktivist*innen, wäre das anders. Die Öffentlichkeit hätte nie erfahren, was geschehen ist – der Fall wäre nach kurzer Zeit in Vergessenheit geraten. Doch mit unfassbarer Hartnäckigkeit hat die IGOJ immer neue Fakten zutage gefördert. Zu den wichtigsten zählt eine detailgetreue Nachstellung der Zelle und des Brandes, die sie Anfang November der Öffentlichkeit präsentierte.

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