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Lützerath: Grüne solidarisieren sich mit fossilem Kapital

Von Tatjana Söding

Ein riesiger Schaufelradbagger im Tagebau Garzweiler.
Er baggert bald auch da, wo das Dorf Lützerath einst stand. Foto: Arne Müseler / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 DE

Lützerath soll endgültig abgebaggert werden. Das hat hohe symbolische Kraft. Denn Aktivist*innen der Gruppe Alle Dörfer Bleiben ist es gelungen, das nordrhein-westfälische Dorf zu einem Symbol der 1,5-Grad-Grenze zu machen. Lützerath, dessen Ortsgrenze mittlerweile fast mit der Abrisskante des Tagebaus Garzweiler II identisch ist, soll weichen, um bis 2030 weitere 290 Millionen Tonnen Kohle zu fördern.

Laut Bundesregierung sei dies der einzige Weg, die Energieversorgungssicherheit in diesem und im nächsten Winter zu gewährleisten. Zwei Braunkohleblöcke des Kraftwerks Neurath sollen nicht wie geplant Ende des Jahres vom Netz gehen, sondern bis März 2024 weiterlaufen. Gleichzeitig werde RWE den ursprünglich auf 2038 datierten Kohleausstieg im Rheinischen Revier auf 2030 vorziehen. Dadurch sollen rund 280 Millionen Tonnen Kohle in der Erde verbleiben. Robert Habeck sprach von einem »guten Tag für den Klimaschutz«, doch tatsächlich ist die Vereinbarung von Anfang Oktober ein klimapolitisches Desaster.

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