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Von der Verbannung zum Kampf gegen den Separatismus

Der laizistische französische Staat möchte den Islam umstrukturieren und aufklären

Von Nerges Azizi

Fassade eines Plattenbaus mit Plakaten
Nach dem Tod von zwei Jugendlichen in Clichy-Sous-Bois 2005 kam es zu schweren Ausschreitungen, die sich über das ganze Land ausbreiteten. Foto: Marianna / Wikimedia , CC BY 2.5

Frankreich inszeniert seine Laizität seit mehreren Jahrzehnten in spektakulären Verbannungen von muslimischen Symbolen und Praktiken aus dem nationalen Raum: das Kopftuch oder Hijab aus dem Klassenraum, die Burka und Niqab von der Straße, den Burkini vom Strand. Anfang März kursierte das Gerücht, dass das Schlachten von Hühnern nach islamischen Regeln verboten würde. Kurz darauf ging ein Gerücht um, nach dem das Hijab komplett aus dem öffentlichen Raum verbannt werden soll. Tatsächlich diskutieren französische Politiker*innen derzeit darüber, ob die religiöse Verschleierung über die bestehenden Einschränkungen hinaus untersagt wird. So schwerwiegend die Verbote auch wären, bei den Debatten in Frankreich geht es um mehr. Den Befürchtungen zugrunde liegt die Wahrnehmung, welche die Wissenschaftlerin Sahar Amarir auf Twitter wie folgt artikulierte: »An diesem Punkt möchte Frankreich nicht Halal Chicken verbannen, sondern Muslim*innen«.

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