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Abo| |ak 669 | Wirtschaft & Soziales |Reihe: FAQ. Noch Fragen?

Digitaler Euro?

Von Guido Speckmann

Anlässlich der Ankündigung der Europäischen Zentralbank (EZB) von 2016, die 500-Euro-Noten allmählich aus dem Verkehr ziehen zu wollen, bekundete der damalige Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU): Er kenne niemanden, der das Bargeld abschaffen wolle. Eine Beteuerung, die hellhörig machen sollte. Knapp fünf Jahre später sorgt die EZB mit ihren Überlegungen zur Einführung eines digitalen Euros für Aufsehen. Wäre die Einführung von digitalem Zentralbankgeld (Centrak Bank Digital Currency, CBDC) das Aus für das Bargeld? Ausgemacht ist das noch nicht. Erst im Frühjahr entscheidet die EZB, ob und – wenn ja, wie – der digitale Euro kommt. Und von der Abschaffung des Bargeldes, versichert die EZB, könne ohnehin keine Rede sein. Dennoch ist klar: Mit dem digitalen Euro ginge es diesem an den Kragen.

Ist das schlecht? Lebte Dostojewski noch, würde er, »Ja, doch!« sagen. Für ihn war Bargeld geprägte Freiheit. Ja sagen auch jene, die – mit guten Gründen – die Fahne des Datenschutzes hochhalten. Ein digitaler Euro würde ohne Zweifel die Überwachungsmöglichkeiten potenzieren.

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