analyse & kritik

Zeitung für linke Debatte & Praxis

Abo| |ak 674 | Wirtschaft & Soziales |Reihe: FAQ. Noch Fragen?

CO2-Preise: Richtet es doch der Markt?

Von Guido Speckmann

Vielerorts ist es seit geraumer Zeit zu lesen: Der Markt und das Europäische Emissionshandelssystem (ETS) richten es doch! Die Preise für den Ausstoß von CO2 sind in letzter Zeit so stark gestiegen, dass sie den Betrieb von Kohlekraftwerken bald unrentabel machen würden – lange bevor laut Kohleausstiegsgesetz das letzte Kraftwerk 2038 seine Tore schließen wird.

Dabei galt das ETS seit seiner Einführung 2005 lange Zeit als völlig wirkungsloses Instrument zur Minderung der Kohlendioxidemissionen. Die Grundidee des ETS ist folgende: Wer klimaschädliche Gase in die Luft bläst, muss dafür bezahlen. Doch wenn stromintensive Industrie- und Energieunternehmen billig an Zertifikate kommen, können sie weitermachen wie bisher. Und genau das ist der Fall, weil ein Teil der Zertifikate von der EU verschenkt wird. Daher dümpelten die Preise für die Verschmutzungsrechte bei wenigen Euro herum, 2017 waren es noch fünf Euro pro Tonne. Doch seit 2018 steigen die Preise, jüngst überschritten sie sogar die 60-Euro-Marke.

Noch kein Abo?

Ein ak-Abo versorgt dich mit fundierten Analysen, jeder Menge Kritik und dem Wichtigsten aus linker Debatte und Praxis weltweit!

  • Jahres-Abo

    • monatlich auf 36 Seiten + Sonderhefte

    • Online-Zugang zu allen Artikeln

    • mit Abo-Prämie!

  • Probe-Abo

    • monatlich auf 36 Seiten

    • Online-Zugang zu allen Artikeln

    • 10 Euro (für 3 Monate, danach 55 Euro/Jahr)

  • Sozial-Abo

    • monatlich auf 36 Seiten + Sonderhefte

    • Online-Zugang zu allen Artikeln

Du hast bereits ein Abo und willst dich einloggen?

Zum Login