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Flucht in die Expansion

Mit einer Intervention in den Krieg um Bergkarabach wollen sich die türkischen Staatsislamisten vor dem Machtverlust retten – auf Kosten Armeniens

Von Tomasz Konicz

Verbündete: Der türkische Prsäsident Erdoğan mit seinem aserbaidschanischen Amtskollegen Ilham Aliyev im Februar 2020 in Baku. Foto: Wikimedia, , CC BY .4.0

In Armenien hat die Türkei ein neues Angriffsziel gefunden. In diesem verschmelzen Feindbilder und ein kaltes geopolitisches Kalkül. Seit dem türkischen Genozid an den Armenier*innen während des Ersten Weltkrieges fungieren diese als ein zentrales Feindbild des türkischen Nationalismus wie Islamismus, deren Synthese das Erdogan-Regime bei seinem Streben nach der Wiederbelebung des Osmanischen Reiches betreibt. Mit der Expansion in den Kaukasus stößt die Türkei zudem in eine strategisch wichtige Region vor, die bislang unter der Hegemonie Russlands stand. Faktisch führt Ankara – begleitet von nationalistischer Hetze – einen verdeckten Krieg gegen den Staat der Überlebenden des türkischen Völkermords von 1915/16.

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