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Auslagerung statt Aufarbeitung

Das Pogrom von Rostock-Lichtenhagen sorgte nicht für eine humanere Asylpolitik, aber es regt sich Widerstand

Von Cindy Hader und Pro Bleiberecht MV und iL Rostock

Bild des Sonnenblumenhauses, einem Plattenbau mit Balkonen. An der Seite prangt ein Meterhohes Bild von zwei Sonnenblumen. Der Himmel ist Blau.
Das Sonnenblumenhaus ist zum Symbol des Rassismus nach dem Mauerfall geworden. Foto: Foto: Alf Altendorf/Flickr, CC BY-SA 2.0

Nach jahrzehntelangem Schweigen hat die Stadt Rostock 2017 Denkmäler zur Erinnerung an das Pogrom im August 1992 errichten lassen. Tausende Menschen versammelten sich damals vor dem »Sonnenblumenhaus« in Lichtenhagen und griffen tagelang das dortige Wohnheim für vietnamesische Vertragsarbeiter*innen und die Erstaufnahmeeinrichtung für Geflüchtete an. Daran wird nun an sechs Standorten erinnert, aber auch auf die Mitverantwortlichkeit von Polizei, Staat und Medien verwiesen. Am staatlichen Umgang mit Geflüchteten haben die Ereignisse im Sommer 1992 wenig geändert. Dies zeigt sich in Nostorf-Horst, einer Gemeinde im ehemaligen Grenzgebiet der DDR. Im Wald versteckt befindet sich hier seit fast 30 Jahren Mecklenburg-Vorpommerns Erstaufnahmelager für Geflüchtete.

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