analyse & kritik

Zeitung für linke Debatte & Praxis

Abo| |ak 683 | Kultur

Kein einzigartiges Leben

Mesut Bayraktars Nicht-Roman »AYDIN« ist eine Zäsur in der sogenannten postmigrantischen Literatur

Von Özgün Kaya

Mesut Bayraktars Buch ist ein Anstoß für Zärtlichkeit. Foto: Unrast Verlag

Am 30. Oktober 1961 trat das erste sogenannte Anwerbeabkommen zwischen der Bundesrepublik und der Türkei in Kraft. Während die offiziellen Stellen des deutschen Staates 2021 das 60. Jubiläum feierten, Freundschaft, Zusammenhalt und Diversität hochhielten, veröffentlichte der Autor Mesut Bayraktar »AYDIN«. Ein Buch, das diesem Narrativ widerspricht und – anders als so manches Werk der schriftstellenden zweieinhalbten und dritten Generation der Arbeitsmigrant*innen – nicht um Anerkennung bittet, sondern von der gewaltigen Wut zeugt, die sich angesichts des Traumas namens Arbeitsmigration zwangsläufig einstellte. Wut, die es auch heute noch gibt und die in den Worten des Autors »Anstoß für Zärtlichkeit« ist; Anstoß für das Verfassen von »AYDIN«.

Noch kein Abo?

Ein ak-Abo versorgt dich mit fundierten Analysen, jeder Menge Kritik und dem Wichtigsten aus linker Debatte und Praxis weltweit!

  • Jahres-Abo

    • monatlich auf 36 Seiten + Sonderhefte

    • Online-Zugang zu allen Artikeln

    • mit Abo-Prämie!

  • Probe-Abo

    • monatlich auf 36 Seiten

    • Online-Zugang zu allen Artikeln

    • 10 Euro (für 3 Monate, danach 58 Euro/Jahr)

  • Sozial-Abo

    • monatlich auf 36 Seiten + Sonderhefte

    • Online-Zugang zu allen Artikeln

Du hast bereits ein Abo und willst dich einloggen?

Zum Login