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Memes als Verdrängungshilfe

Auf Facebook tummelt sich eine ehemals linke Blase, die Memes der Alt-Right-nahen Plattform 4chan verwurstet

Von Veronika Kracher

Wenn man sich dem eigenen Linkssein nur noch mit zynischer Distanz nähern kann. Foto: Montecruz Foto / Wikimedia, CC BY-SA 2.0

Ich bin damals in die radikale Linke hineingeraten, weil ich verzweifelt war. Mir waren die kapitalistischen Verhältnisse, und die Gewalt, die sie Menschen zufügten, die sich Menschen in und aufgrund der Verhältnisse zufügten, unerträglich. Die herrschenden Umstände durchschaut zu haben, ging für mich mit einem Schlag in die Magengrube einher: Überall erkennt man plötzlich Entfremdung, Ausbeutung, Verrohung, Unterdrückung. Ich entwickelte einen schwer aushaltbaren Weltschmerz, dem ich hoffte mittels politischer Arbeit beizukommen. Für mich war die Auseinandersetzung mit Leid immer integraler Bestandteil antifaschistischer und antikapitalistischer Politik; schließlich war es jenes Leid, welches das Streben für die befreite Gesellschaft zu beenden gedachte (Zart wäre einzig das Gröbste: dass keiner mehr hungern soll).

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