Ein politisches Wesen
Mary Shelleys »Frankenstein« ist viel gesellschaftskritischer als die vielen Adaptionen des Buches
Von Jenny Farrell
Was bleibt von »Frankenstein«, wenn man die populären Filmversionen beiseite lässt? Sicher nicht nur eine Schauergeschichte über ein fehlgeschlagenes Experiment. Mary Shelleys Roman, 1818 erschienen, ist vielmehr ein politisches Dokument seiner Zeit – ein Text, der wissenschaftliche Neugier, gesellschaftliche Verantwortung und Machtkritik miteinander verschränkt. Wer diese Dimensionen verstehen will, findet sie nicht auf der Leinwand, sondern im Original. Anlässlich des 175. Todestages von Shelley lohnt es sich, »Frankenstein« als das zu lesen, was er ist: ein Roman über politische Angst, ethische Verantwortung und die Gefahren moderner Herrschaft. In Shelleys Roman erschafft Victor Frankenstein ein Lebewesen und entzieht sich unmittelbar danach jeder Verantwortung.
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