analyse & kritik

Zeitung für linke Debatte & Praxis

0

Abo| |ak 723 | Kultur

Ein politisches Wesen

Mary Shelleys »Frankenstein« ist viel gesellschaftskritischer als die vielen Adaptionen des Buches

Von Jenny Farrell

Ein menschenähnliches Wesen sitzt auf dem Boden
Zwischen Horror und Erkenntnis: »Frankenstein« wurde oft adaptiert, Bild aus dem Originalbuch. Foto: gemeinfrei

Was bleibt von »Frankenstein«, wenn man die populären Filmversionen beiseite lässt? Sicher nicht nur eine Schauergeschichte über ein fehlgeschlagenes Experiment. Mary Shelleys Roman, 1818 erschienen, ist vielmehr ein politisches Dokument seiner Zeit – ein Text, der wissenschaftliche Neugier, gesellschaftliche Verantwortung und Machtkritik miteinander verschränkt. Wer diese Dimensionen verstehen will, findet sie nicht auf der Leinwand, sondern im Original. Anlässlich des 175. Todestages von Shelley lohnt es sich, »Frankenstein« als das zu lesen, was er ist: ein Roman über politische Angst, ethische Verantwortung und die Gefahren moderner Herrschaft. In Shelleys Roman erschafft Victor Frankenstein ein Lebewesen und entzieht sich unmittelbar danach jeder Verantwortung.

Noch kein Abo?

Ein ak-Abo versorgt dich mit fundierten Analysen, jeder Menge Kritik und dem Wichtigsten aus linker Debatte und Praxis weltweit!

  • Jahres-Abo

    • monatlich auf 32 Seiten + Sonderhefte und Onlinezugang

    • als Print oder Digital-Abo erhältlich

  • Förder-Abo

    • monatlich auf 32 Seiten + Sonderhefte und Onlinezugang

    • als Print oder Digital-Abo erhältlich

  • Sozial-Abo

    • monatlich auf 32 Seiten + Sonderhefte und Onlinezugang

    • als Print oder Digital-Abo erhältlich

Du hast bereits ein Abo und willst dich einloggen?

Zum Login