analyse & kritik

Zeitung für linke Debatte & Praxis

Abo| |ak 668 | Alltag |Kolumne: Geh bitte!

Geh bitte! Robert Habeck

Von Bilke Schnibbe

Die Autor*in beim Schreiben des Artikels. Foto: Sven Mandel/wikimedia , CC BY-SA 4.0

Meine liebe Freundin Sarah Fartuun Heinze hat es schon vor einer Weile auf den Punkt gebracht: »Irgendwer müsste den mal richtig anpöbeln!« Das Pöbelobjekt, Robert Habeck, saß da grade mit Ferda Ataman auf dem Podium und erklärte dieser, dass ihr rassismuskritisches Buch »Ich bin von hier. Hört auf zu fragen!« ein bisschen aggressiv daherkomme. »Aggressiv« hat er natürlich nicht gesagt, sondern so was wie »fordernd«. Soviel hat er dann doch schon mitbekommen.

Heute ist das strubbelige Til-Schweiger-Double Parteichef der Grünen, gemeinsam mit Annalena Baerbock. In einem früheren Leben war er mal Schriftsteller und »Draußenminister«, wie er selber sein Amt als Minister für irgendwas mit Kühen und Windkrafträdern in Schleswig-Holstein beschreibt. Man merkt früh: Habeck hat dieses gewisse Fremdscham-Moment. Er betont zum Beispiel gerne, dass er sich die Erziehung der vier Söhne mit seiner Frau Andrea Paluch ganz gerecht teilt. Superdaddy Habeck kriegt als viel beschäftigter Spitzenpolitiker das hin, woran Millionen andere Eltern mit normalen Jobs im Alltag scheitern, so scheint es. In einem sehr unangenehmen taz-Interview zum Thema »Umweltschutz und Beziehungen. Wie grün ist die Liebe« merkte Andrea Paluch 2014 jedenfalls an, dass Habeck kaum Zuhause sei. Er wisse ja gar nicht, wie viel Kohl in der Gemüsekiste ist. »Die Reste sind immer Kohl«, entgegnet der Sunnyboy fast schon philosophisch. Vielleicht meint Habeck mit »gerecht« ja, dass er die Kita-Gebühren bezahlt hat?

Noch kein Abo?

Ein ak-Abo versorgt dich mit fundierten Analysen, jeder Menge Kritik und dem Wichtigsten aus linker Debatte und Praxis weltweit!

  • Jahres-Abo

    • monatlich auf 36 Seiten + Sonderhefte

    • Online-Zugang zu allen Artikeln

    • mit Abo-Prämie!

  • Probe-Abo

    • monatlich auf 36 Seiten

    • Online-Zugang zu allen Artikeln

    • 10 Euro (für 4 Monate, danach 55 Euro/Jahr)

  • Sozial-Abo

    • monatlich auf 36 Seiten + Sonderhefte

    • Online-Zugang zu allen Artikeln

Du hast bereits ein Abo und willst dich einloggen?

Zum Login