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Abo| |ak 669 | Alltag |Kolumne: Geh bitte!

Geh bitte! Die Zeit

Von Nelli Tügel

Neulich wurde die Wochenzeitung Die Zeit, die Bravo für pensionierte Professoren, bekannt aus gelederten Zeitungsständern in Wilmersdorfer Altbauwohnungen, 75 Jahre alt.

Aus einem schmierigen Geburtstags-Werbefilmchen erfuhren wir, dass man bei der Zeit für gute Arbeit vom Chef ein Stück Braten im Druckerraum zugesteckt bekommt. Außerdem stellte der Bratenverteiler, Giovanni di Lorenzo, zum Jubiläum in einem Leitartikel (»Pressefreiheit: Wofür stehen wir?«) einmal so richtig klar, wofür das Zentralorgan »der Mitte« steht. Nämlich – Achtung, Achtung – für die Pressefreiheit. Diese sieht di Lorenzo bedroht: von rechts wie von links. Man las, dass sein Amtskollege von der Bild, Julian Reichelt, wegen Drohungen »von links« in einer gepanzerten Limousine herumkutschiert werden müsse. Eine unbelegte Behauptung, die noch ein wenig zwielichtiger anmutet, da di Lorenzo gänzlich darauf verzichtete zu erwähnen, dass die Bild regelmäßig Menschen durch ihre schamlose Hetze das Leben zur Hölle macht (und Reichelt himself – wie pünktlich zum 8. März publik wurde – mutmaßlich auch einigen Frauen bei der Bild).

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