Feministische Perspektiven
Aufgeblättert: »Es ist kompliziert« von Amelie Göppel und Katharina Lux
Von der komplizierten Beziehung zwischen Kapitalismus und Feminismus handelt Katharina Lux’ und Amelie Göppels Gesamtwerk in Form eines »abwerbenden Heftes« im MaroVerlag. Göppels künstlerische Umsetzung des Themas, das sie mit dem Fokus auf Femvertisment – der Einlassung vermeintlich feministischer Anliegen in aggressive Marketingstrategien – angeht, jagt einen Schrecken ein: Ihre von catchy Slogans überbordenden Mediencollagen führen vor, wie absurd normal die Bild- und Textsprache des Femvertisments daherkommt. Hier lohnen sich unbedingt weitere Blicke, denn damit liegt Göppels eigene analytische Fallstudie zu Lux’ Text vor. Dieser wiederum zeichnet im ersten, historischen Teil sehr zugänglich nach, worauf Kapitalismus beruht und wie sich unterschiedliche feministische Bewegungen zu ihm und der Herrschaftsform des Patriarchats politisch verhielten. Im zweiten Teil entwickelt Lux mit viel Witz eine Typologie aktueller feministischer Strömungen und ihrer jeweiligen Verhältnisse zum Kapitalismus. So zeigen – unter insgesamt sieben Typen – die »Popfeminist*in«, die »liberale Feminist*in« und die »materialistische Feminist*in« ihren je ganz eigenen »Beziehungsstatus« zu unserer Gesellschaftsstruktur an. Derart differenziert Lux die These, »der« Feminismus sei eine »Liaison« mit »dem Kapitalismus« eingegangen, wesentlich weiter aus – und aktualisiert das Feld für kommende Analysen.
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