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Entpolitisierte Geschichte

Das Gedenken an den Kolonialismus will die Bundesregierung nicht groß fördern, passend zum rechten Zeitgeist

Von Manuela Bauche

Ein Kreis mit Steinen, dahinter eine große Figur eines Elefanten, gemauert.
Ein seltenes Bild in Deutschland: Denkmal an koloniale Verbrechen, hier in Bremen. Foto: Chrischerf / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Ja, der deutsche Kolonialismus gehört weiter aufgearbeitet. Ja, er bekommt nicht diesen, aber einen eigenen Platz in unserer Geschichtspolitik.« Mit diesen Worten bekräftigte der parteilose Kulturstaatsminister, Wolfram Weimer, Anfang Dezember 2025 im Bundestag, was bereits bekannt war: Wenige Wochen zuvor hatte das Bundeskabinett die aktualisierte Gedenkstättenkonzeption des Bundes beschlossen. Wie zuvor fokussiert sie auf die Förderung von Erinnerungsorten zur Geschichte des Nationalsozialismus und zu den durch die SED begangenen Verbrechen. Maßnahmen zur Förderung der Auseinandersetzung mit Deutschlands kolonialer Vergangenheit wurden nicht aufgenommen.

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