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Saufen hui, Kiffen pfui

Die Diskussion um die Freigabe von Cannabis offenbart vor allem rechte Deutungen

Von Bilke Schnibbe

Übertreiben es gelegentlich mit der medizinisch zweifelhaften Glorifizierung: Cannabis-Fans, hier bei der Hanfparade 2011 in Berlin. Fotoausschnitt: Hanfparade/Flickr, CC BY-SA 2.0

Bevor das Thema Cannabislegalisierung in den Sondierungsgesprächen zwischen Grünen, FDP und SPD überhaupt auf den Tisch kommen konnte, meldeten sich bereits Rainer Wendt, Vorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft, und Oliver Malchow, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, übereifrig zu Wort, um ihren Unmut kundzutun. Man darf den Joint nicht schönreden, ließen die beiden in der Neuen Osnabrücker Zeitung verlauten. Cannabis sei eine gefährliche Einstiegsdroge, die Ampelparteien machen sich der Verharmlosung schuldig. Das ist wissenschaftlich zwar nicht haltbar, denn nur ein sehr geringer Anteil der Cannabiskonsument*innen nutzt später auch andere illegale Drogen, aber das scheint die beiden sendungsbewussten Ordnungshüter nicht weiter zu stören.

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