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Zurück zum Beton

Anselm Jappe versucht sich an einer Geschichte des Baustoffs, die sich vor allem durch Technikfeindlichkeit auszeichnet

Von Thomas Waimer

Eine grüne Wiese, links daneben ein Baum. Eine braun-graue Betonsiedlung dahinter
Nicht schön, finden manche, aber Platz für Viele: Die Technologie half gegen die Wohnungsnot. Foto: Julián Varas / Wikimedia, CC BY-SA 3.0

In einem Jahr verschlingt die kapitalistische Bauwirtschaft genug Beton, um alle Hügel, Täler, Ecken und Winkel Englands zu überziehen. Beton, den es schon Jahrhunderte gibt, ist neben Wasser global die am häufigsten verwendete Substanz. Wäre die Zementindustrie ein Land, wäre sie nach China und den USA drittgrößter CO2-Emittent der Welt. Dieser Baustoff verkörpert, glaubt man dem deutsch-französischen Theoretiker Anselm Jappe, wie kein anderer die kapitalistische Logik. Das Gemisch aus Zement und Splitt stelle, aufgrund seiner bestimmten Eigenschaften, sogar die »konkrete Seite der Warenabstraktion dar«. Im Beton zeigt sich das Kapital in einem Stoff.

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