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Kapazität für Gewalt

Immer wieder flammen Proteste gegen die Islamische Republik Iran auf – wieso sie bislang dennoch nicht gestürzt werden konnte

Von Tareq Sydiq

Eine Frau mit dunklen Haaren, heller Jeans und dunkler Bluse geht an einem Haus vorbei. Auf der Hauswand sind drei iranische Bomber zu sehen, die einen stilisierten Davidstern angreifen. Die Frau trägt auf ihrer rechten Schulter einen weißen Jutebeutel, auf dem eine schwarze Katze abgedruckt ist.
Trotz Krieg und Repression geht das Leben in Iran weiter – dank der Aufstände von 2022 für viele Frauen auch ohne das vorgeschriebene Kopftuch. Foto: picture alliance / Anadolu | Fatemeh Bahrami

Für die Frau-Leben-Freiheit-Bewegung 2022/23 stellte der Historiker Peyman Jafari fest, dass es ihr nicht gelang, Protest- und Streikbewegung zusammenzuführen. Denn die iranische Wirtschaft ist geprägt durch den Staat, der dadurch auch besonders am Arbeitsplatz präsent ist. Dies heißt auch, dass die Arbeiter*innenschaft in besonderem Maße verwundbar gegenüber Repressionen und Überwachung ist. Die Repressionskapazitäten des iranischen Staates waren 2022 nicht signifikant eingeschränkt. Damit sich Bewegungen ausbreiten, braucht es aber solche politischen Gelegenheiten. Selbst jetzt, bei allen wirtschaftlichen und militärischen Kosten, die der Krieg in Iran verursacht, scheinen diese Repressionskapazitäten weiter zu bestehen.

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