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Daniel Stiven Sanchez, ermordet am 28. Mai

Gewaltwelle in Kolumbien: Die Protestbewegung hat Hunderte Todesopfer und Verschwundene zu beklagen – nun kämpfen Angehörige um Aufklärung

Von Mayo Calle

Mehrere Menschen stehen auf einem Platz unter einem Baum und halten Schilder iin die Höhe.
»Daniel Stiven Sanchez – die Polizei hat ihn getötet«, steht auf einem der Schilder. Gedenk- und Protestveranstaltung der ermordeten Jugendlichen am 30. Mai in Siloé, Cali. Foto: Medios Libres Cali

Nach den Protesten der vergangenen Monate ist die Lage in Kolumbien weiter angespannt. Die Straßenblockaden, die einige Regionen über Wochen lahmgelegt hatten, wurden von den Protestierenden Mitte Juni aufgehoben. Einerseits weil die Regierung die Rücknahme einiger der besonders scharf kritisierten Aspekte der geplanten Steuerreform (etwa die Erhöhung der Mehrwertsteuer) angekündigt hatte, andererseits, so eine Begründung aus dem nationalen Streikkomitee, weil die Proteste inmitten der Pandemie nicht unbegrenzt durchhaltbar seien. Jedoch ist von den Ankündigungen der Regierung bislang wenig bis nichts erfüllt. Im Gegenteil: Die nachlassende internationale Aufmerksamkeit hat zu verschärfter Repression gegen die Demonstrierenden geführt.

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